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Anarchismus und Autorität


Generell finden wir es sehr befremdlich, welche Grundannahmen einige sich als Anarchist*innen bezeichnende Menschen bei der Verteidigung staatlich repressiver Maßnahmen (hierbei sprechen wir nicht von echtem Gesundheitsschutz!) augenscheinlich haben. Denkt ihr wirklich, dass Maßnahmen – also staatliche Zwangseingriffe – zu besseren Ergebnissen führen können als Mutualismus und Eigenverantwortung? Wie genau stellt ihr euch denn den Ablauf einer Pandemie oder einer ähnlichen Krise in einer anarchistischen Gesellschaft vor? Wenn die Menschen alle derart unverantwortlich sein sollen und nur staatliche Repression zu „Solidarität“ führen kann, was genau bleibt dann von eurem Anarchismus übrig? Klar, ohne kapitalistische Herrschaft würden sicherlich weniger Krisen aufkommen. Aber auch kein Anarchismus kann Naturkatastrophen verhindern. Wenn ihr bei jeder Krise wie in dieser Krise dann doch nach einem starken Staat schreit, seid ihr vielleicht einfach keine Anarchist*innen - zumindest nicht der Praxis.

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